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Mitarbeiterbindung heißt die Erfolgstrategie des Mainzer Unternehmens mitcaps

10.01.2018

MAINZ - Auf dem lichtdurchfluteten Flur hängt eine Glocke. Wer sie schlägt, hat etwas besonders Wichtiges zu verkünden, zum Beispiel den Abschluss eines lukrativen Auftrags. Oder er gibt einen aus, lädt womöglich alle Anwesenden ins UDP-Restaurant nebenan ein. Läuten ohne Grund kostet 50 Euro in die Kaffeekasse. Wilfried Röttgers hat diese Glocke in seiner ostfriesischen Heimat gekauft. „Die Idee stammt aus einem Vertriebstraining“, erzählt der Geschäftsführer und Gesellschafter des Mainzer Telekommunikationsunternehmens mitcaps. Es darf nie vorkommen, dass Erfolge zur Selbstverständlichkeit werden. Und, dass jemand einfach nur so auf die Pauke haut.

Firma zählt zu acht „Attraktiven Arbeitgebern“

mitcaps zählt zu den acht „Attraktiven Arbeitgebern“, die das Land Rheinland-Pfalz unlängst ausgezeichnet hat. Dass besondere Erfolge in Röttgers’ GmbH auch auf besondere Weise prämiert werden, hob die Jury hervor. Für das 2007 gegründete Unternehmen ist es beileibe nicht die erste Trophäe. Dreimal gab es „Deloitte-Awards“ für Technologieunternehmen mit besonders schnellem Wachstum. Die Folge: Reihenweise hätten Head Hunter ihm die Leute abgeworben. Ohnehin ist der Fachkräftemangel auch in seiner Branche akut. Logisch, dass da die Mitarbeiterbindung in den Fokus rückt. Schon während der rasanten Wachstumsphase erlegte sich die GmbH einen Organisationsentwicklungsprozess auf, mit externen Beratern, Trainern, Psychologen. Ein Jahr lang gab es Workshops, Meetings, Hausaufgaben, alle waren eingebunden. Die Arbeitsabläufe wurden umgestellt. 

21 Mitarbeiter hat die GmbH, das Dreifache arbeitet unter dem Dach kooperierender Unternehmen ebenfalls für Mitcaps. 7,2 Millionen Euro beträgt der Umsatz des Betriebs, der vor bald elf Jahren mit einer vierköpfigen Truppe an den Start ging. Dafür galt es, die organisatorische Grundlage zu schaffen.

In Röttgers’ Büro befindet sich ein großes Poster. „Im Team zum Erfolg – Team bedeutet Geben und Nehmen“ steht ganz oben. Bevor er gründete, war der Firmenchef bei einem Netzbetreiber angestellt, in einer Branche, die nach dem Platzen der IT-Blase kräftig durcheinander gewirbelt worden ist. Ein Jahr nach der Gründung kam die Wirtschaftskrise. „Wenn es mir nur ums Geld gegangen wäre, hätte ich weiter saniert. Wenn man das richtig macht, wird man steinreich“, erläutert der 54-Jährige, „aber die Ellenbogenpolitik, das Täuschen und Tarnen, das war nichts mehr für mich, dafür bin ich zu ehrlich, zu harmoniebedürftig.“ Seine „Family“ nennt er seinen Betrieb. „Ich wollte eine Umgebung schaffen fern ab des Wahnsinns in den Konzernen, wo man nur eine Nummer ist und einem wöchentlich der Umsatz vorgerechnet wird.“

Röttgers sitzt an einem elektronisch höhenverstellbaren Schreibtisch, an dem man auch im Stehen arbeiten kann. Was macht seinen Betrieb als Arbeitgeber attraktiv? Er spricht von Schall schluckenden Wänden und hellen Räumen, neuen Schreibtischen und Gesundheitsbällen als Sitze. Er holt einen Kalender, der eine Reihe Rennwagen zeigt – ein von mitcaps gesponserter Stall. „Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist immer ein riesiges Team-Event“, sagt er. Auch betriebsintern geht es auf und an die Piste. „Wenn man zu viert auf Zeit gegen Profis Reifen gewechselt hat, kriegt man mit, was Teamarbeit bedeutet.“ Drei stehen bereit, einer meldet sich spontan krank, ohne einem Kollegen seine Aufgabe zu übertragen – so soll es bei Röttgers nicht laufen.

Er berichtet von Gleitzeit („Wer unter Hochspannung arbeitet, braucht auch Ruhepausen“), jeder Menge Fortbildungsangeboten online, intern und extern. Und vom jährlichen Kickoff, der das gesamte Team zuletzt für drei Tage nach Straßburg führte.

Erst die Arbeit, dann feiert die „Family“

Einen Tag lang wird intensiv konferiert, danach gefeiert. Auch auf den Kölner Karneval ging es schon. „Die Arbeit geht besser von der Hand, wenn man Spaß hat“, sagt Röttgers.

Um Weihnachten und Neujahr herum wurde die Glocke wieder geläutet. Einmal gab es Waffeln, einmal Champagner. Auch gemeinsamer Genuss ist eben etwas besonders Wichtiges.

 

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