Wichtige Abkürzungen und
Begriffe der Telekommunikationsbranche.

Glossar

ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) 
Bei ADSL handelt es sich um ein Übertragungsverfahren für einen Breitband-Internet-Anschluss über eine normale Telefonleitung. ADSL bietet eine Asymmetrische Datenübertragung mit unterschiedlichem Downstream / Upstream, d.h. unterschiedliche Geschwindigkeiten beim Download und Upload von Daten. Die Geschwindigkeit des Downloads ist maßgeblich für die Zeit in der z.B. eine Internetseite geladen wird. Die Geschwindigkeit des Upload kommt beim Versenden von Daten (z.B. Email) zum Tragen. Technisch sind Übertragungsraten von 24 Mbit/s Downstream und 3,5 Mbit/s Upstream möglich. 

Backup 
Backup beschreibt Methoden zur Datensicherung. Ziel ist es im Falle eines Hardware- / Softwaredefekts die ursprünglichen Daten wiederherzustellen. Auch im Rahmen der Standortvernetzung wird dieses Verfahren angewandt. Fällt eine Leitung aus, muss die alternative Leitung automatisch den Dienst übernehmen (Ersatzweg). 

Bandbreite 
Mit Bandbreite bezeichnet man die Datenmenge, die ein bestimmter Leitungstyp pro Zeiteinheit transportieren kann. Je höher die Bandbreite desto mehr Daten können gleichzeitig gesendet und / oder empfangen werden. 

Carrier (Netzbetreiber) 
Die Carrier sind Dienstleister meist mit einer eigenen Netzinfrastruktur. Sie verwalten, vermieten und warten die zur Kommunikation benötigten Leitungen und Einrichtungen. 

DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) 
Der DSLAM ist das Gegenstück zum DSL Modem und wird für den Betrieb von DSL benötigt. DSLAMs befinden sich häufig in Vermittlungsstellen, da hier viele Teilnehmeranschlussleitungen zusammenlaufen. Der DSLAM bündelt mehrere DSL Leitungen, die dann in das Netz des Carriers weitergeleitet werden. 

Ethernet 
Ethernet ist die Verbindungstechnik, die meist in Local (LAN) aber auch in Wide Area Netzworks (WAN) eingesetzt wird. Die sternförmige Verkabelung führt alle angeschlossenen Geräte zu einem Verteilerpunkt. Ethernet kann heute bis zu 100 Gbit/s erreichen, in lokalen Netzen wird meist eine Geschwindigkeit von 100 Mbit/s eingesetzt. 

Firewall 
Eine Firewall stellt eine kontrollierte Verbindung zwischen zwei Netzen her. Das könnten z. B. eine Verbindung zwischen privatem Netz (LAN) und Internet (WAN) oder zwischen unterschiedlichen Netzwerksegmenten sein. Die Firewall überwacht den durch sie hindurch laufenden Datenverkehr und entscheidet anhand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden oder nicht. Die Funktion einer Firewall besteht darin, bestimmte Kommunikationsbeziehungen – basierend auf Absender- oder Zieladresse und genutzten Diensten – zu erlauben. 

Hub 
Der Hub dient als zentraler Verteiler, falls mehr als zwei Computer miteinander vernetzt werden sollen. Es nimmt ein Datenpaket entgegen und sendet dieses an alle anderen Ports weiter. Dadurch sind nicht nur alle Ports belegt, sondern auch alle Stationen, die alle Datenpakete erhalten, auch wenn sie nicht die Empfänger sind. Für die Stationen bedeutet das auch, dass sie nur dann senden können, wenn der Hub gerade keine Datenpakete sendet. 

Hosting 
Da es sich meist nicht lohnt, Websites am hauseigenen Server zur Verfügung zu stellen, ist es für viele Webseiten-Betreiber günstiger, ausfallsicheren Webspace (Speicherplatz auf einem Webserver) bei einem Provider anzumieten. Dieses Auslagern nennt man Hosting

IPv4 (Internet Protocol Version 4) 
IP-Adressen werden für die Kommunikation von Rechnern genutzt. Da jede öffentliche IP-Adresse nur einmal vergeben ist, kann ein Rechner eindeutig angesprochen werden. IP-Adressen haben folgenden Aufbau: 192.168.2.1. Mit der Version 4 sind 4.29 Milliarden Adressen möglich. Da diese Anzahl in den letzten Jahren an ihre Kapazitäten kam, wurde die Einführung der Version 6 angestoßen. 

IPv6 (Internet Protocol Version 6) 
Die Version 6 des Internet Protocols wird nach und nach die Version 4 ablösen. Mit dieser Version sind 340 Sextillionen Adressen möglich. Der Aufbau sieht folgender Maßen aus: 2001:0db8:85a3:08d3:1379:8a2e:0380:7387. In der Version 6 wird das hexadezimale Zahlensystem genutzt. 

IPSec (Internet Protocol Security) 
IPsec ist ein Zusatz um Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen zum Internet-Protokoll (IP). Damit erhält das Internet-Protokoll die Fähigkeit IP-Pakete kryptografisch gesichert über öffentliche unsichere Netze zu transportieren. 

ISDN (Integrated Services Digital Network) 
ISDN ist die Bezeichnung für ein digitales Telefonnetz. Es bietet die Vorteile der Digitalisierung und wird zur Übertragung von Sprache, Bildern, Texten und weiteren Daten genutzt. 

LAN (Local Area Network) 
Das LAN bezeichnet ein räumlich begrenztes Computernetzwerk, das mehrere Computer und Peripheriegeräte innerhalb eines Gebäudes/einer Gebäudegruppe miteinander verbindet. 

Local Loop 
Als "Letzte Meile" bezeichnet man den Leitungsweg von der Ortsvermittlungstelle (Hauptverteiler) bis zum Telefonanschluss des Endkunden. 

Monitoring 
Ein umfassendes Monitoring realisiert eine Überwachung von Systemen (Kommunikationseinrichtungen) und eine Protokollierung aller relevanten Daten. Das Monitoring geschieht in Echtzeit. Hiermit können Fehler bei Konfigurationen, bei der Kommunikation und Anwenderaktivität erkannt und ausgewertet werden. Die dabei gesammelten Informationen sind für die Problemanalyse sehr hilfreich und können für Statusberichte genutzt werden. 

MPLS 
Beim Versenden eines IP-Pakets prüft jeder Router die Route auf dem Weg durch das Netz. Dies wird durch MPLS abgelöst. Jedem Paket wir ein Label zugewiesen, welches die Routing- und Service Informationen enthält. So ist es möglich eine feste Route, QoS oder auch vertragliche Verfügbarkeiten zu realisieren. 

PoP (Point of Presence) 
Als Point of Presence werden Einwahlpunkte bezeichnet, die ein Provider seinen Kunden für den Internetzugang zur Verfügung stellt. 

Provider 
Ein Provider Ist ein Unternehmen das seine Kunden mit Diensten wie z.B. Telefonanschlüssen, Internetzugängen versorgt. 

Proxy Server 
Ein Proxy Server befindet sich zwischen dem Computer des Benutzers und dem Internet. Mit einem Proxy Server kann die Nutzung des Internet protokolliert oder der Zugriff auf eine Website blockiert werden. Im Internet übernimmt er zusätzlich eine Art Zwischenspeicher-Funktionalität. Wenn eine Seite abgerufen wird, speichert der Proxyserver sich diese eine Zeit lang, damit sie beim nächsten Laden schneller verfügbar ist und nicht wieder vom Internet angefordert werden muss. 

QoS (Quality of Service) 
QoS ist die Abkürzung für Quality of Service, was übersetzt etwa Dienst-Qualität / Güte bedeutet. QoS beschreibt Methoden zur Priorisierung des Datenverkehrs. So ist es möglich, bestimmten Diensten Vorteile zu verschaffen: Es lassen sich minimale Übertragungszeiten oder auch feste Datenraten realisieren. 

Router 
Ein Router besitzt mindestens zwei Netzwerkanschlüsse. Jeder dieser Anschlüsse ist mit einem anderen Netzwerk verbunden. Die häufigste Anwendung eines Routers ist wohl die Verbindung eines Firmennetzes mit dem Internet. Ein Router empfängt Datenpakete, entscheidet wohin dieses weiter geroutet wird und leitet es weiter. 

SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line) 
SDSL ist eine DSL-Variante, die vor allem für Geschäftskunden interessant ist. Bei SDSL ist die Bandbreite der Upstream/Downstream gleich. Durch den höheren Upstream können Geschäftskunden auch mit mehreren PCs gleichzeitig an einer Leitung bequem arbeiten. (Siehe auch ADSL) 

SLA (Service Level Agreement) 
Der Begriff Service Level Agreement oder Dienstgütevereinbarung (DGV) ist die Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Dienstleister, in der zugesicherte Leistungseigenschaften, wie etwa Reaktionszeit bei Serviceausfällen, genau beschrieben werden. 

SSL (Secure Socket Layer) 
Ist ein Sicherheitsprotokoll, zur sicheren Datenübertragung im Internet. Dieser Standard dient beispielsweise zum Schutz vor unberechtigtem Zugriff auf private Daten. Am häufigsten kennt man SSL wahrscheinlich vom Surfen auf sicheren Internetseiten. Diese beginnen mit „https://....“ HTTPS steht für HyperText Transfer Protocol Secure (dt. sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll) und ist ein Verfahren, um Daten im World Wide Web abhörsicher zu übertragen. 

Switch 
Das Switch dient als zentraler Verteiler, falls mehr als zwei Computer miteinander vernetzt werden sollen. Es stellt dabei die Verbindung zwischen Sender und Empfänger der Daten her. Ein Switch nimmt Datenpakete entgegen und erkennt anhand der MAC-Adresse auf welchen Port diese weitergeleitet werden müssen. 

Technisches Consulting 
Beratung der Kunden mit technischem Know-How und technischer Expertise in der Vorbereitung und Durchführung und Implementierung von Projekten. 

UC (Unified Communications) 
UC bedeutet, dass unterschiedliche Kommunikationsdienste (Festnetz-Telefonie, Handy, E-Mail, Mailbox, Skype etc.) in einer Benutzerform zusammengeführt, integriert und weitgehend automatisiert werden. UC beinhaltet auch neue Features wie z.B. Präsenzinformationen. Mit deren Hilfe sieht der Anrufer, ob der Gesprächspartner erreichbar ist. Der Vorteil liegt darin, dass Menschen, die unterschiedliche Medien und Geräte verwenden, dennoch überall und jederzeit miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. 

VNO (Virtual Network Operator) 
Ein VNO ist ein Telekommunikationsanbieter, welcher für seine Kunden das WAN aus den Infrastrukturen unterschiedlicher Carrier zusammenstellt, ohne dabei eigene Netzwerkinfrastruktur zu besitzen. Ein VNO wählt aus einer Vielzahl von Infrastrukturen weltweiter Carrier die optimalsten für seine Kunden aus und verbindet diese Teillösungen zu einem virtuellen Netzwerk. Zu den Dienstleistungen eines VNO's zählen hauptsächlich das Management sämtlicher Verträge, die Auswahl geeigneter Carrier sowie das Supporting und Monitoring des kompletten Netzwerks. 

VPN (Virtual Private Network) 
In einem VPN werden räumlich getrennte Standorte eines Unternehmens mit einem gesicherten Netzwerk über ein öffentliches Netz verbunden. Ausschließlich autorisierte Personen können so miteinander kommunizieren, als wären sie in einem lokalen Netz. Ein VPN bildet eine hochmoderne Kommunikationsplattform im Unternehmen und ermöglicht, kostengünstige und sichere Anbindung von Außenstellen bzw. Niederlassungen. 

VoIP (Voice over IP) 
VoIP steht für die Idee, Sprache nicht wie üblicherweise über leitungsvermittelte Netze zu übertragen, sondern die Paketvermittlung zur Übertragung der Sprache zu verwenden. Das heißt, zur Übertragung der Sprache werden normale Computernetzwerke genutzt. Die Gesprächsteilnehmer haben die Möglichkeit, zur Kommunikation entweder den Computer, IP-Telefone oder über einen speziellen Adapter angeschlossene Telefone zu benutzen. 

WAN (Wide Area Network) 
Ein WAN ist ein Datenkommunikationsnetzwerk, das sich über Länder oder sogar Kontinente erstrecken kann.

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